{"id":11892,"date":"2025-07-24T10:33:11","date_gmt":"2025-07-24T10:33:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=11892"},"modified":"2025-07-24T10:33:11","modified_gmt":"2025-07-24T10:33:11","slug":"fussballspielmechanik-wegschubsen-druecken-ranhaengen-ziehen-klammern-muss-das-bald-auch-im-fifa-game-moeglich-sein-essay","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=11892","title":{"rendered":"FussballSpielmechanik+: Wegschubsen, Dr\u00fccken, Ranh\u00e4ngen, Ziehen, Klammern &#8211; Muss das bald auch im FIFA-Game m\u00f6glich sein? [Essay]"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"560\" src=\"https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Bildschirmfoto-2025-07-24-um-12.30.43-1024x560.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11931\" srcset=\"https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Bildschirmfoto-2025-07-24-um-12.30.43-1024x560.png 1024w, https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Bildschirmfoto-2025-07-24-um-12.30.43-300x164.png 300w, https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Bildschirmfoto-2025-07-24-um-12.30.43-768x420.png 768w, https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Bildschirmfoto-2025-07-24-um-12.30.43-1536x839.png 1536w, https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Bildschirmfoto-2025-07-24-um-12.30.43-2048x1119.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\/\/ SRF https:\/\/www.srf.ch\/sport\/fussball\/uefa-women-s-euro-2025\/1-0-n-v-gegen-deutschland-zauber-schlaegt-arbeit-bonmati-fuehrt-spanien-in-den-final<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Frauenfussball macht als Zuschauer* Spass an dieser Europmeisterschaft. Es ist bei Weitem interessanter, abwechslungsreicher, nachvollziehbarer und fairer als das Haudrauf-Get\u00f6se der M\u00e4nner. Moralisch und ethisch immer noch meilenweit entfernt vom M\u00e4nnerfussball. Es ist noch ein Spiel. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spielemechanik+: &#8222;K\u00f6rper betont&#8220; alias &#8222;Hau rein&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber: Dennoch ist auch hier nicht mehr &#8222;sch\u00f6n&#8220; zureden, die Grundmechanik des Fussballs wurde erweitert, legitimiert und geradezu promotet &#8211; denn das &#8222;Hau rein&#8220; wird nicht vom Platz gepfiffen. Und das ist schon bei den &#8222;Kleinen&#8220; heute so. Wie will ein 18 j\u00e4hriger Trainer* seinen &#8222;Jungs&#8220; und &#8222;M\u00e4dels&#8220; sagen, dass das nicht geht, was die Grossen* so machen? <br><br>Es ist das nicht von den Schiedsrichtern* gesehene DraufHauen, Wegschubsen, Wegkicken, Ziehen an Armen und Beinen, Klammern. Und der H\u00f6hepunkt des unmoralischem\/ethischen Handelns &#8211; es wird taktisch gefoult. Das ist ein sch\u00f6nes Wort f\u00fcr absolut unspielerische\/unsportliches Verhalten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das heisst letztlich die FIFA\/UEFA wollen das! Hier wird einfach draufgehauen. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr wie &#8222;Das Business und damit die Zuschauenden ist wichtiger als das Spiel&#8220; seien mal dahingestellt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist ein Spiel nicht mehr zu gewinnen, weil man einfach spielerisch unterlegen ist, schaltet man auf &#8222;Hau rein&#8220; oder mehr &#8222;K\u00f6rperlichkeit&#8220;. Oder man\/frau tut es von Anfang an. Niemanden, ausser denen, die angewidert abschalten, haben ein Problem damit. Vielleicht sollten die &#8222;Funktion\u00e4re&#8220; mal schauen, warum gerade Frauenfussball noch boomt! Wer auf jeden Fall noch mehr vom Aufmerksamkeitskuchen haben will, muss sich l\u00e4ngerfristig \u00fcberlegen wieder zum Spiel zur\u00fcckzukehren. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Basketball kann es auch anders<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Perverserweise wird das dann als Gott-gegeben hingestellt. Fussball sei halt ein Kontaktsport, meinte etwa die Co-Kommenatorin bei einem SRF-Spiel und ja der Kommentator. Dabei ist klar: Basketball ist noch viel mehr Kontaktsport und da wird inzwischen alles weg gegpfiffen. Selbst &#8222;auf der Strasse&#8220; gibt es Grenzen. Im Fussball gilt es das von der EM bis ganz nach unten (Liga) nicht mehr. Wer heute ein LigaSpiel mit Kinder- und Jugendlichen sieht, sieht dasselbe wie im &#8222;TopFussball&#8220; &#8211; Anything goes! &#8222;Zieh hau rein&#8220;. Denn man lerne: Jedes Mittel ist recht. Das Spiel zu gewinnen. Das Spiel an und f\u00fcr sich ist egal, das Resultat z\u00e4hlt. Es ist das was man mitnehmen kann, statt dem Spielspass. Wer davon kommt ohne gesehen zu werden mit dieser FussballMechanik+ hat gewonnen und das in doppelter Hinsicht. Wobei vielen inzwischen gar nicht mehr bewusst, scheint, dass eine Person 1 Meter mit der Schulter wegzukicken eigentlich ein NoGo ist. Man\/frau sieht es ja sogar an der EM!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Digitale Sportspiele &#8211; FIFA bald mit Halten, Dr\u00fccken, Wegschubsen, &#8222;Ellbogen ins Gesicht schlagen&#8220;?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Elektronische Spiele hatten immer den Vorteil, dass sie alles Regelwidrige einfach nicht zu liessen. Und die ersten Games waren oft Mehrspielespiele. Wer was anderes macht in diesen Spielern, ist bis heute ein Cheater. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Computer war das Medium, das das Cheaten verhinderte. Klar gab es Spiele wie<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Speedball_(video_game)\" target=\"_blank\"> Speedball 1988<\/a>, hier durfte dann das gemacht werden, was anscheinend Fussballspieler* gerne legal tun w\u00fcrden: Reinhauen! Auch bestochen durfte hier werden. Aber das waren die Regeln. Im Fussball scheinen anscheinend diese erweiterten Regeln v\u00f6llig ok. Ziehe ich an der Hand, wenn k\u00fcmmerts. Ziehe ich am T-Shirt. Oh weh. H\u00e4rter gefragt: Wird hier eigentlich schon Sadismus erzogen? <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ohne Pfiff keine Tat &#8211; Mittelalter in der Fussballethik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist als w\u00fcrde man einer Mann\/Frauschaft von Rechtsbrechern* zuschauen, die sich nicht schuldig f\u00fchlen unsportlich spielen, so lange der Schiedsrichter* nicht pfeift. In Foucaults Welt ist es eine Mittelalterwelt &#8211; hier sind die Regeln anscheinend nicht verinnerlicht. Sie werden nur von aussen wahrgenommen. Es ist eine Pr\u00e4-Vernunftswelt. Die Regeln sind nicht verinnertlicht und die Vernunft sagt: Nein geht nicht. Spieler \u00e4ussern dies auch in Interviews. Sie probieren am Anfang Dinge aus, um zu sehen, was der Schiedsrichter zul\u00e4sst. Anders gesagt: Sie scheinen die Art der Regeln jedes mal auszuprobieren. Die Sozialisierung der Regeln ist wichtiger als die Regeln selbst. Ist das Sport und nicht Spiel? Und was darf man hier irgenwann systemisch unterstellen? Und so steht auch niemand hin und sagt: Ok ich habe gefoult. Sorry. Das habe ich interessanterweise noch nie gesehen. Man stelle sich vor, wenn sich jemand selbst &#8222;Stellen&#8220; w\u00fcrde in einem Fussballspiel. Undenkbar und das sagt einiges \u00fcber dieses Sportspiel. Die Regeln werden externalisiert, weil man den Spielern* anscheinend letzltich nicht zu trauen scheint. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer heute ein Fussballspiel schaut und sich nicht von den Moderatoren* einlullen l\u00e4sst, sieht Spieler*, die laufen und auf einmal langsamer werden. Hmm was ist passiert? Ach ja &#8230; sie wird gehalten. Nichts passiert. Es wird dann argumentiert Vorteil. Nur: Diese Perversion wird danach \u00fcberhaupt nicht geahndet. Im Sinne von. Ok kein Goal. Jetzt wird bestraft f\u00fcr das Foul von vorhin. Und zur Ausrede: Das bremst das Spiel. Wenn man das 3 Jahre durchzieht in allen Ligen, wird sich jeder* ausrechnen, ob er es tut. In diesem Sinn: Der Fussball hat letztlich Angst vor Ehrlichkeit und sich selbst, seinen Fans. Vielleicht m\u00f6chte der Fussballsport gar nicht ehrlich werden, k\u00f6nnte man fragen. Vielleicht ist diese Mogeln Teil des Sports. Teil eines klassichen Spiels darf es jedenfalls nicht sein. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Digitalisierung des Fussballspiels als Gretchenfrage<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>In einem digitalen Spiel gibt es nicht mal die M\u00f6glichkeiten in dieser Tiefe. Sollte man also im Sinne der Simulation von Fussball, dies nicht konkret einbauen? Sollten nicht auch die NPCs jenseits des Balles nicht genau so handeln? Denn: Dies ist die Realit\u00e4t des Fussballs! Vielleicht m\u00fcssen, weil die Menschen es angetrieben von Ehrgeiz, Geld oder Nationalismus nicht schaffen einigermassen fair zu sein, einfach AIs dar\u00fcber wachen auf dem analogen Feld. Das w\u00e4re dann die \u00dcbertragung des Multiplayergames auf die analoge Realit\u00e4t. Vielleicht muss dem Fussballsport damit gedroht werden, um das Fussballspiel zu retten. <br><br>Allein diese Frage der Digitalisierung des &#8222;Realen&#8220; zeigt, wie unmoralisch das Handeln auf dem konkreten Fussballplatz teilweise ist. Aber vielleicht sollte man die Spielmechanik tats\u00e4chlich \u00e4ndern, um zu zeigen, was hier passiert. Digital sehen, was viel zu akzeptiert im Fussball aktuell passiert. Im Digitalen schauen wir vielleicht noch hin, k\u00f6nnen Unsportliches noch sehen ohne R\u00fccksicht auf Andere. Vielleicht ist nur noch da Kritik m\u00f6glich. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nicht ab 16 oder 18 &#8211; das Zuschauen von Fussballspielen!<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht sollte auch die Scheinheiligkeit eingebaut werden mit dem jemand* zu Fall gebracht wird und danach auf unschuldig gemacht wird. Das ist eine oft vors\u00e4tzliche Tag. Es ist dokumentiert von links, rechts oben. Denn eines ist klar: Fernseh\u00fcbertragungen sind nicht ab 16 oder 18. Das schauen Kinder, das lernen Kinder! Die Frage ist, inweit darf man Unmoralisches einfach so zeigen. Selbst fast jeder heutige Manga\/Animee f\u00fcr Kinder ist solidarischer. Fussballspiele m\u00fcssen vorher und nachher moralisch legitimiert werden. Im Spiel passiert viel zu viel &#8218;Jenseitiges&#8216;. <br><br>Und die Ausrede, dass Fussball die Gesellschaft sei. Wenn dem so ist, dann sollte man das Wort &#8222;Spiel&#8220; streichen und von der Fussballindustrie reden und nicht das Spiel im Hinterhof gleichsetzen mit dem Profifussball. Das zeigt ja auch jeder Match am Fernsehen: Es geht vorallem um Werbung. Im Hinterhof spiele ich einfach irgendwann mit den Mobbern und Cheatern nicht mehr. In Games gibt es daf\u00fcr eigene Server, wo Cheater einander fertig machen k\u00f6nnen. Vielleicht sollte das die Fussballindustrie auch einf\u00fchren. Ein Teil des Managements des Teilsystemfussball k\u00f6nnte direkt dorthin wechseln.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fussballpopulismus: Oben- und Unten dasselbe<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fussball hat den Vorteil, so machen es uns zumindest die Werbung und die Verantwortlichen des Fussballs vor (allesamt \u00fcbelste Zeitgenossen wie Blatter und Infantini): Oben sei wie unten dasselbe. Es sei selbstverst\u00e4ndlich dasselbe Spiel. Anders gesagt: Das k\u00f6nnte jeder* und ein Aufstieg sei m\u00f6glich. Es ist nichts anderes als Populismus. Dabei wird immer auch die Idee verkauft: Hier schafft es Talent nach oben, hier spielt eine Aufstiegsgesellschaft noch. Um ehrlich zu sein, m\u00fcsste man sagen: Hier wird eine auf die Spitze getriebene Spezialisation betrieben. Hier handelt sich es konkret um menschliche Fussballmaschinen. Der Populismus tut aber so, als w\u00e4re es jedem m\u00f6glich es zu schaffen, weil ja jeder es k\u00f6nnte. Oder gesellschaftlicher: Auch die \u00c4rmsten k\u00f6nnen es irgendwo schaffen. Dass dabei nat\u00fcrlich der \u00fcbliche Rassismus keineswegs &#8218;weggespielt&#8216; wird, wird am Rande mal diskutiert. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Transparenz &amp; Fairness: Wieviel Millionen Spielen gerade auf dem Platz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das konkrete Fussballspiel tut so, als w\u00e4re es irgendwie fair von Anfang an, wie jedes Spiel. Dabei ist das letztlich kein &#8222;Jedes Spiel&#8220;. Da stehen teilweise 10 Mio gegen 200 Mio Geh\u00e4lter. Warum wird das nicht transparent gemacht? Weil man die Idee vom &#8222;Alles ist m\u00f6glich&#8220; damit raubt wird? Weil es eben kein faires Spiel ist?  <br><br>Und ja tats\u00e4chlich l\u00e4sst das eine oder andere Spiel die Statistik &#8222;alt aussehen&#8220; bzw. &#8222;es f\u00e4llt aus der Reihe&#8220;. Aber am Ende des Tages lassen sich &#8222;Wunder&#8220; oft erkl\u00e4ren und die Statistik gewinnt leider fast immer.  W\u00e4re es nicht so, w\u00e4re es letztlich kein Business &#8211; selbst wenn viele Clubs anscheinend nicht rechnen k\u00f6nnen. Und ja es geht nat\u00fcrlich noch viel gef\u00e4hrlicher um &#8222;Ehre&#8220; und symbolisches Kapital. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Fussballspiel zeigt leider unausgesprochen &#8211; die Unfairheit der Welt.  Nur warum wird das nicht den Kindern am TV  erkl\u00e4rt? Weil man dann selbst als Idiot* dasteht? Als Naivling* der eigentlich nur Unterhaltung will. Weil Zuschauen ist wie Likes. Es brauch keine Mitwirkung, sonst w\u00fcrde man ja selbst Sport machen oder Spielen? Oder wollten die Zuschauer* geradezu die Illusion haben, als sei heute Abend alles m\u00f6glich? <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ziel Emotionalisierung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spiele werden im MagicCircle gespielt und bleiben auch da. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das stimmt selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr \u00f6ffentliche Fussballspiele nicht. Diese werden aufgeladen bis zum Exzess. Vor dem Spiel wird Drama, Story geboten, w\u00e4hrend und danach. Gerade WMs, EMS und der &#8222;Clubfussball&#8220;. Hier wird darauf hingearbeitet &#8222;Emotionen&#8220; zu sch\u00fcren, sei es sportlich oder nationalistisch. All das wird bei Zeitungen, Newsportalen und Kommentatoren* bis zum \u00c4ussersten getrieben. Denn normalerweise spielen Spieler* Spiele. Es sind innere Zirkel und es bleibt dabei. Aber hier gibt es einen MagicCircle die Zuschauer (Stadion),  die Fernsehzuschauer, Social Media, das Geld. Und ja nicht nur das Geld verdirbt den Fussball, es sind auch die Spieler*, die Zuschauer*, die Nationen*.  <br><br>Mit dabei als Beispiel SRF mit den getrennten(!) TeamFans im Studio und dann Live mit seinen &#8222;Kommentatoren&#8220;. Diese versuchen auf Teufel komm raus, ein Spiel zu emotionalisieren oder anders gesagt das Spiel soll aus seinem MagicCircle &#8222;Spiel sein&#8220; geholt werden. Denn in einem Spiel geht es eigentlich um Nichts. Verlieren erlaubt. Hier nicht! Es ist Sport. Es geht um Alles. Da werden dann auch konsequent Kriegsmetaphern ausgegraben, wird das Duell hochgezogen. Es bleibt sogar die Frage: Ist Fussball mit seinem zweiten MagicCircle \u00fcberhaupt noch ein Spiel? Zerst\u00f6rt nicht gerade dieses Aussen den MagicCircle und das von Spieleren* gespielte Spiel? <br><br>Am Ende des Spiels wird dann &#8211; fast schon sadistisch &#8211; mit den Verlieren* mitgeweint. Dabei ist das einzelne Spiel letztlich nur ein Programmpunkt, ein LiveFilm in den Konsumchannels. Spieler* werden letztlich hier verheizt. Sie sind Inhalt. Knie kaputt, weil zu hart reingegangen? Das k\u00fcmmert doch nicht. Hauptsache Sieg!  Jede Art von Ereignis w\u00e4hrend des Spiels ist &#8222;emotional&#8220; gut. L\u00e4sst sich vermarkten, hebt die Quote. Sei es ein Foul &#8211; alles erh\u00f6ht die Emotionen. Es nichts mehr als LiveTicker-Engagement. <br><br>Da opfern sich dann Spieler* mit einer Blutgr\u00e4tsche f\u00fcr den Sieg. Die Nationen vergessen sie schnell. Nach der Auswechslung ist alles vorbei. Oder anders gesagt: es ist Spektakel. Sport als Gesellschaft des Spektakels. Am Ende m\u00fcssen alle Weinen &#8211; vor Freude oder Ent\u00e4uschung. Die Konstruktion dieses zweiten Spielfeldes und MagicCircles ist so erb\u00e4rmlich ethisch\/moralisch, das sich die Frage stellt: Muss das sein? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wobei vermutlich die Spielenden bei L\u00e4nderspielen am Ehrlichsten sind: Da stehen S\u00f6ldner* auf dem Rasen, die sich gegenseitig niedermetzeln f\u00fcr ihre &#8222;Nationen&#8220;, w\u00e4hrend sie ihr eigentliches Gehalt mit den Kolleginnen alias &#8222;Gegnerinnen&#8220; verbringen. Aber selbst diese Profis werden gen\u00f6tigt, emotional zu sein &#8211; f\u00fcr einen h\u00f6heren Sinn. Es wird verlangt. Und dennoch l\u00e4cheln sie immer \u00f6fter auf dem Platz. Es war halt ein Spiel &#8211; eines von Tausend. Und so wundert es auch nicht, dass viele Spieler* in CH Corona super fanden, denn da standen dann eben nur noch Profis auf dem Platz und nicht Zuschauer*. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Volkssport: Oben wie unten Foult\u00e4ter*<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und ja auf dieses &#8222;Jeder* kennt Fussball&#8220; beruft sich der Fussballpopulismus. Jeder hat schon mal Fussball gespielt und jeder* war auch schon mal unfair (und kam davon). Und jeder* wollte auch schon mal gewinnen. Und viele waren bereit viel zu tun, etwa das Spiel &#8222;h\u00e4rter&#8220; zu machen. Jedes Gr\u00fcmpelturnier zeugt davon und die Verletzungen auch. Manches professionelle Spiel erinnert heute start daran: H\u00e4rte statt K\u00f6nnen. Wille statt Fussball. Was &#8222;Der Wille zum Sieg&#8220; zur K\u00f6nigsdisziplin erhoben wird bei Kommentatoren*. Grausig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbst wer sich den Kinderfussball anschaut, kann das sehen. Man sieht Fussballeltern, die nie eine Karriere hatten und das Nachhholen wollen. Vielleicht verdient das Kind eines Tages Geld. Eltern, die vom Rand aus Kinder dazubringen wollen, jenseitig zu spielen. Kinder, die weinen, wenn sie verlieren. Und immer wieder unn\u00f6tige unabgepfiffene Brutalit\u00e4t im Spiel. Unten wie oben wird der Sieg &#8222;verlangt&#8220; oder &#8222;gefordert&#8220;. Denn letztlich sollte das Spiel wichtiger sein als das Resultat. Aber hier geht es offensichtlich nur um Resultat. Es ist &#8222;nur&#8220; Sport. Der Spielspass der Spieler* ist &#8211; inzwischen v\u00f6llig gleichg\u00fcltig geworden. Die Zuschauer* spielen ja auch letztlich gar nicht mit. Ihr Sicht ist anders, erhabener k\u00f6niglicher. Denn w\u00e4re es Augenh\u00f6he, w\u00e4re das Stadion flach und man s\u00e4he Spieler* Perspektive. Stattdessen reden selbst Kommentatoren aus einer 3rd Person-Perspektive. Alles sieht so einfach aus von oben. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Glaube, der Spieler* zu sein, hilft dann auch bei der T\u00e4uschung &#8218;Das ist alles Fussball&#8216;. Dabei ist klar, hier spielen Kinder und da oft Million\u00e4re (das Maskulin ist hier eher zutreffend). Hier geht es um den Alltag da um reiche S\u00f6ldner* (aus Nationalistischer Perspektive) &#8211; Professionelle, wie man sie eigentlich nennen sollte. Es ist ihr Beruf.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Geiste sind aber wenige je vom Gr\u00fcmpelturnierplatz aufgebrochen. So reden sie weiterhin von Jungs und M\u00e4dels bei \u00fcber 20 J\u00e4hrigen! Und das geschultes Personal. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei gibt es l\u00e4ngst Studien, die zeigen: Stehen die Eltern neben dem Spielfeld spielen die Kinder brutaler. Sie wollen\/m\u00fcssen den Eltern etwas beweisen. Man fragt sich immer sind die Zuschauer* die Eltern? Die Nation? Und warum muss man unbedingt gewinnen? Warum wird nie gesagt, dass die einen 90 Millionen Pool haben und die anderen 15? Warum wird hier nicht darauf hingewiesen, wie unfair hier alles zu und her geht? Warum wird darf das Spiel als &#8222;Fair f\u00fcr alle&#8220; nicht statistisch in Frage gestellt werden oder anders gefragt: &#8222;Warum muss das Spiel in der Form gerettet werden?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Medien (wie SRF [\u00f6ffentlich rechtlich]) und ihr Mitt\u00e4ter*schafft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von den klassischen PrivatMedien k\u00f6nnen wir nichts mehr (im Gegensatz zu fr\u00fcher) anderes erwarten, als das was wir oben sehen &#8211; ihr Ziel scheint Profit allein zu sein. Sie sind Teil vom SportFussballindustrieKomplex. Von \u00f6ffentlichen rechtlichen Medien sollten wir mehr erwarten.  Aber auch SRF macht mit ihren Moderationen kr\u00e4ftig mit bei diesem Kurzschluss von Unten und Oben &#8211; mit beim Fussballpopulismus. Sie befeuern den Fussballpopulismus. Sie emotionalisieren ihn auch unn\u00f6tig. Und ja das sollte einfach mal wissenschaftlich untersucht werden etwa bei Moderatoren wie Rufer. Hier verschwimmt dann oft das Pers\u00f6nliche mit dem gerade Gesehenen, das Professionelle verliert sich in Behauptungen. Konsequenzen hatte es auch hier nie. Hier ist dann tats\u00e4chlich unten wie oben. Statt Professionalit\u00e4t ist der Kommentator* an einem Gr\u00fcmpelturnier und sein Niveau auch dasselbe. Unten ist wie Oben. Es gibt keinen Unterschied. Und lernt man bei SRF &#8211; nein der Sender h\u00e4lt konsequent an dieser Art von Kommentatoren* fest. Es &#8218;passiert&#8216; dann auch einfach, dass M\u00e4nner ein Frauenfussballturnier kommentieren. Als g\u00e4be es keine Schulung, als m\u00fcsste der Fussballpopulismus weiter aufrechterhalten werden. <br><br>Und gerade hier m\u00fcssten \u00f6ffentliche rechtliche Sender der Wahrheit, Wissenschaftlichkeit, Humanismus und Kritik verpflichtet sein, statt mitzumachen mit &#8222;Das ist im Fussball halt so&#8220;. Ob das aus Angst vor den Fans oder einfach nur &#8222;Unverst\u00e4ndnis&#8220; ist, kann man schwer beurteilen. Dass SRF (das ich sonst sch\u00e4tze) so ein Wiederholungst\u00e4ter ist, l\u00e4sst tief blicken.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Verantwortung als Spielmechaniker* &#8211; Vom Sport zum Spiel<\/h1>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wieder Spiel statt Sport<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Spielmechaniker* sollten wir uns nicht mehr zur\u00fcckhalten, wenn ein Spiel wie der Fussball letztlich den Bach runtergeht und uns \u00fcberlegen, wie man diesen Sport noch retten kann. Welche Regeln k\u00f6nnte man einf\u00fchren, damit es fair bleibt, damit die beste Mann\/Frauschaft gewinnt, statt die &#8222;K\u00f6rperbetonteste&#8220; oder die &#8222;Teuerste&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Faire Rahmenbedingungen &#8211; Alle mit gleichlangen Spiessen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei m\u00fcssen die Rahmenbedingungen ge\u00e4ndert werden, um aus dem Sport wieder ein Spiel zu machen. Hier w\u00fcrde man etwa fordern: Es d\u00fcrfen nur 20 Millionen auf dem Platz stehen, damit Fairness hergestellt werden kann. Dann m\u00fcssten sich Teams \u00fcberlegen, wen sie da auf den Platz stellen. Es w\u00e4re auch strategisch interessant. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Durchsetzung von Regeln<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie k\u00f6nnen wir gew\u00e4hrleisten mit Regeln, dass etwa taktische Fouls verschwinden. Untersuchungen zeigten hier, dass je l\u00e4nger ein Kind in einem Club spielt, umso eher macht es ein St\u00fcrmerfoul (taktisches Foul). Es hackt also den einsamen St\u00fcrmer* einfach um, statt ihn ziehen zu lassen. Der Anteil ist &#8211; wenn ich mich richtig erinnere &#8211; im ersten Jahr 20% und im dritten Jahr im Club sagenhafte 90%. Das heisst nichts anderes, als dass hier Kinder zu Cheatern erzogen werden. Dabei k\u00f6nnte das Verbot von St\u00fcrmerfouls einfach dazu f\u00fchren, dass es mehr Tore gibt, mehr Spielspass. Es w\u00fcrde auch die moralische Perversion des Trainers and den Spieler* zum Verschwinden bringen, es einfach zu tun. Alles im Sinne des Teams! Was ist das f\u00fcr ein Spiel, wo Menschen f\u00fcr das Team die Gesundheit anderer opfern? Und ja dar\u00fcber muss man nachdenken, statt es abzutun. Vorallem auch Zuschauer*! Damit ist man letztlich Mitt\u00e4ter an jeder so bedingten Verletzung!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dringende Regel\u00e4nderungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im n\u00e4chsten Abschnitt werden nun viele den Kopf sch\u00fctteln: &#8222;Das macht alles das Spiel kaputt&#8220;. Realistischer ist: Das macht alles den Spass am Zuschauen am Konsumieren kaputt. Und die Frage ist: Ist Fussball ein Spiel f\u00fcr Spieler* oder f\u00fcr gerne Unterhaltene &#8211; man nennt sie auch Fans.  <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">T\u00f6rh\u00fcterin* <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In allen anderen Sportarten, wird versucht Verletzungen zu verhindern. So springen etwa Stabhochspringer* auf Matten oder Weitspringer* in den Sand. Nicht so beim Fussball hier darf die Torh\u00fcter* von 1.40 einfach auf den Rasen knallen. &#8222;Es ist ja freiwillig&#8220;.  Hier braucht es definitiv andere Regeln. Es w\u00e4re interessant hier einmal zu sehen, welche Sp\u00e4tfolgen diese Regel hat. <br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abschaffung des Kopfballs<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kopfb\u00e4lle sind nachweislich ungesund gerade im Pupert\u00e4tsalter. Dennoch wird das weiterhin trainiert. Das sind alles Nogos. Aber sie machen das Spiel visuell attraktiver. Aber vielleicht geht es auch ohne und f\u00fchrt zu mehr und interessanteren Spielen. Denn aus spielemachnischer Sicht sind Kopfb\u00e4lle letztlich eine Zusatzspielmechanik, die \u00fcberhaupt nicht legitimierbar sind beim Namen &#8222;Fussball&#8220;. Ehrlicher w\u00e4re dann in Zukunft &#8222;Fuss- und Kopfball&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Alternativen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessanterweise werden gerade im Training durchaus weniger konservative und um weiten interessantere Spielarten des Fussballs ausprobiert. Etwa bei PlayMore &#8211; einer Ansammlung von Spielarten f\u00fcr Turniere unter 10 in der Schweiz. In h\u00f6heren Ligen h\u00f6rt man dagegen, dass das alles viel zu anstrengend sei. Es l\u00e4sst sich vermuten: Zu anstrengend k\u00f6perlich und vermultich auch geistig.  <br><br>Neben 6 gegen 6 gibt es das 3 gegen 3 auf 2 Tore. Dieser Modus ist faszinierend. Es ist selbstverst\u00e4ndlich ein kleines Feld. Taktisch viel interessanter. F\u00fcr Spieler* viel intensiver. Hier passieren Dinge sehr schnell. <br><br>Dabei lernt man auch: F\u00fcr Zuschauer ist Fussball interessant, weil es so langweilig ist und sich so schwerf\u00e4llig bewegt, weil die Spielmechanik auf einem riesigen Feld passiert. <br><br>Bei PlayMore ist das Gegenteil der Fall. Schiesst jemand den Ball raus, kann einer der 4 ums Feld verteilen B\u00e4lle genommen werden, das Spiel geht nahtlos weiter. Der &#8222;B\u00f6lzer&#8220;* hingegen muss den Ball holen, sein Team spielt bis zu seiner Wiederkunft mit Ball am Fuss in Unterzahl. Was man hier sieht ist mE. um Weiten interessanter als ein klassischer Fussballmatch. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses 3 gegen 3 k\u00f6nnte zum Beispiel auch das v\u00f6llig unfaire Penaltyschiessen abl\u00f6sen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wieder Spiel statt Sport<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber leider ist der Fussball als Sport, die Spieler*, die Zuschauer*, die Werber und die Nationen sehr sehr konservativ. Mit ein Problem sind dabei all die bis heute sozialisierten Spieler*, ihre Fouls, ihre Gewohnheiten und ihre direkte Betroffenheit. Anders gesagt: Es gibt keine Distanz zum Fussball. Fussball ist und bleibt damit eine tr\u00e4ge lebende Maschine, ein Sozialsystem mit seinen eigenen Werten, Eindr\u00fccken und seinen Machtverh\u00e4ltnissen. Und ja der Frauenfussball wird sich leider davor l\u00e4ngerfristig auch nicht retten k\u00f6nnen. Es ist ein systemisches Problem. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\/\/ SRF https:\/\/www.srf.ch\/sport\/fussball\/uefa-women-s-euro-2025\/1-0-n-v-gegen-deutschland-zauber-schlaegt-arbeit-bonmati-fuehrt-spanien-in-den-final Der Frauenfussball macht als Zuschauer* Spass an dieser Europmeisterschaft. Es ist bei Weitem interessanter, abwechslungsreicher, nachvollziehbarer und fairer als das Haudrauf-Get\u00f6se der M\u00e4nner. Moralisch und ethisch immer noch meilenweit entfernt vom M\u00e4nnerfussball. 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