{"id":12609,"date":"2026-02-18T09:56:05","date_gmt":"2026-02-18T09:56:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=12609"},"modified":"2026-02-18T09:56:44","modified_gmt":"2026-02-18T09:56:44","slug":"das-game-als-freiwillige-diktatur-umfasst-auch-die-grafik-und-den-sound-oder-fantasy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=12609","title":{"rendered":"Das Game als (freiwillige) Diktatur umfasst auch die Grafik und den Sound oder Fantasy"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spiele befreien nicht!<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Baudrillard hat die soziale Mechanik von Spielen einmal gut auf den Punkt gebracht:  <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gaming does not liberate us from constraints (since we accept the far stricter constraint of the game rules). <br><em>Jean Baudrillard, Impossible Exchange. London, New York, 2001, p. 66.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Games entlasten uns in eine freiwillige Diktatur, wir m\u00fcssen nichts denken dabei bzw. eher keine moralisch und ethischen Entscheidungen treffen im Normalfall. Spiele haben meist einfache befolbare Regeln. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die visuelle Diktatur von Games<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies betrifft allerdings nicht nur die Spielmechanik des MagicCircles, sondern auch alle anderen Teile des MagicCircle &#8211; und das gerade bei elektronischen Spielen &#8211; wie Grafik und Sound.  <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch hier gibt es eine visuelle oder auditive freiwillige Diktatur. Die Frage, ob es sch\u00f6n ist oder zu etwas passt &#8211; also das Geschmacksurteil wird mehrheitlich eliminiert &#8211; es ist halt so &#8211; es wird akzeptiert in der Mehrheit der F\u00e4lle. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die meist geschlossene \u00c4sthetik und angewandte Syn\u00e4sthesie sind nicht nur Teil des MagicCircles, nein sie sind eigene Diktaturen, Unterst\u00fctzungsdiktaturen. Auch hier entlastet sich der Geist, der Geschmack. Das grosse Ganze belohnt sich im kleinen und umgekehrt. Es ist eine Art Spielmechanik des Visuellen, des Auditiven. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">FantasyGames<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist auch kein Zufall spielt Fantasy eine so wichtige Rolle gerade im Gamedesign der Anfangszeit. Denn auch hier gibt es oft einfache Spielmechaniken und visuelle Welten. Fantasy ist geradezu ein Template (vgl Plato System Spiele) f\u00fcr Games und umgekehrt. In Fantasy gibt es oft keine Demokratien sondern konsequent nur hierarchische Systeme. Es gibt zwar das Hin- und Her aber am Ende regiert doch oft TopDown eben Fantasy. Und Fantasy ist auch perfekt f\u00fcr Gamedesigner* &#8211; es ist eben alles m\u00f6glich, alles gestaltbar &#8211; jeder Schwachsinn kann Konzept sein. In diesem Sinn schliesst sich dann oft auch Scifi als Zukunftsfantasy an. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und in diesem Sinn sind dann die meisten Spiele Fantasy  in der Spielmechanik, dem Visuellen, dem Auditiven, der Story -und sogar in ihrer Implementation. Es geht um einfache Regeln. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spiele befreien nicht! Baudrillard hat die soziale Mechanik von Spielen einmal gut auf den Punkt gebracht: Gaming does not liberate us from constraints (since we accept the far stricter constraint of the game rules). Jean Baudrillard, Impossible Exchange. 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