{"id":13444,"date":"2026-09-27T18:11:57","date_gmt":"2026-09-27T18:11:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=13444"},"modified":"2026-09-27T18:13:01","modified_gmt":"2026-09-27T18:13:01","slug":"fomo-ludens-podcast-notiz-nachtrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=13444","title":{"rendered":"FOMO Ludens Podcast &#8211; Notiz Nachtrag"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Forschende*<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ethnologische Beobachtungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Forschungstechnischer Sicht ist das ganze auch interessant. Man kann der <a href=\"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=12717\">Gameinternationalen<\/a> bei der Arbeit zu sehen und ein bisschen in die K\u00f6pfe schauen und anfangen diese Community zu verstehen, was sie treibt, wie sie sich die Welt konstruiert. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die End 80er Jahre Gamedevs (1. Generation) fuhren ins Ausland etwa nach London, um dort Boxen sahen. Ob sie sich als Gamedesigner* mit den Spielern verbr\u00fcderten,  die sie auch waren, ist eine Frage, die man mal noch fragen muss. Wahrscheinlich scheint, dass sie sich als eine Elite sahen, die auf die anderen Spieler* eher herunterblickte. Die 2. Generation hielt es &#8211; ich etwa &#8211; wohl auch so. Gerne gespielt, aber na ja Spieler* waren Spieler, Konsumenten. Jeremy (3. Generation) enth\u00e4lt sich einer Aussage im Podcast, er wurde auch nicht gefragt. Alice (4. Generation) meint dagegen in einer Folge, dass sie in die Gamescon-Halle kam und die Leute sah und dachte: &#8222;Das sind meine Leute&#8220;. Und es ihr heute noch so geht. Andere GameDevs der 3. Generation waren teilweise schockiert bei Besuchen in Computergamebereichen ab der Spielenden, f\u00fcr die sie Games machten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und ja das ist etwas, was auff\u00e4llt in dem Podcast: Die grossen Plattformholder (nach dem Atari 2600 definieren sie den Inhalt ihrer Plattformen), die grossen Firmen bekommen ihr Fett ab. Aber:  An den Spielern* bleibt nichts kleben, die sind mal f\u00fcr eine Anekdote im Gespr\u00e4ch, aber es fallen wenig b\u00f6se Worte \u00fcber die Spielenden. Es herrscht so eine Art &#8222;Burgfrieden&#8220;. Man mag dies damit erkl\u00e4ren, dass es sich hier um 3 Personen handelt, die Games verkaufen, aber das Ganze scheint vielleicht tiefer zu liegen. Vielleicht gibt es diese Trennung nicht mehr und die Leute sind in erster Linie Spieler* und dann Gamedesigner*. Sie sind in erster Linie Gameinternationale und darin eingebettet noch Designer* f\u00fcr diese Internationale. Oder es ist einfach jene Schweizer* Art.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine interessante Diskussion ist auch die Diskussion um die F\u00f6rderung. Hier scheint der Diskurs langsam angekommen zu sein (nach 20 Jahren!), dass es sich bei diesem F\u00f6rderungsgeld um Kulturgeld handelt auch bei der ProHelvetia und nicht Wirtschaftsgeld. Hier wird Geld f\u00fcr Kultur verkauft. Und Games sind per se zwar Kultur aber eben keine sehr Regionale, sondern Gameinternationale. Jeder Film hat meist mehr regionale Kultur im Produkt als 99% aller Schweizer Spiele zusammen. Aber ja sie sind ein Schweizer Kulturgut. Die meisten Gamedesigner* scheren sich auch einen Dreck um lokale Dinge (was aus der Geschichte kommt), sie sind wie die ersten Gamedesigner* Produktentwickler* f\u00fcr die Welt f\u00fcr den Export &#8211; 80er Jahre. Dass es in CH gar keine allgemeine Wirtschaftsf\u00f6rderung gibt ausser Innosuisse scheint nun langsam Allgemeingut. Und letztlich wurde die Schweizer &#8222;Gameindustrie&#8220; mit ihrem Swiss Gamehub vom Wirtschaftsteil gross gemacht. <br><br>Und ja &#8211; es brauchte in der F\u00f6rderung des Kantons Z\u00fcrich genau den Unterschied zwischen &#8222;Will am Markt erfolgreich sein&#8220; und &#8222;Soll symbolisches Kapital anh\u00e4ufen&#8220; (Nicht Marktmacht, sondern kulturelle vielleicht sogar k\u00fcnstlerisch sein). Und sei es nur als Erziehungsmassnahme f\u00fcr die Schweizer Gameinternationale. Das erstere sollte eigentlich der Markt und damit die Wirtschaft oder die Wirtschaftsf\u00f6rderung abdecken und das zweite sollte eben f\u00fcr das Mehr sein. Das was Mehr sein will &#8211; n\u00e4mlich Kultur oder bei Gott &#8222;Kunst&#8220;. Dass die Politik seit der ProHelvetia beides in einen Topf wirft (oder Schlimmeres n\u00e4mlich Games zur Kunst macht), wird l\u00e4ngerfristig gef\u00e4hrlich sein, weil es damit den Kulturbegriff untergr\u00e4bt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter zu beobachten ist auch der Begriff &#8222;artsy&#8220;. Das ist irgendwie so etwas wie &#8222;Ach gott, das ist so &#8230;.&#8220;. Und doch ok, wenn man so Geld damit verdienen kann. Aber jenseits davon scheint es nichts zu geben. Die Frage ist auch hier, gab es je jenseits davon etwas in der klassischen Gameinternationalen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Forschende* Ethnologische Beobachtungen Aus Forschungstechnischer Sicht ist das ganze auch interessant. 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