{"id":2053,"date":"2011-03-01T22:18:51","date_gmt":"2011-03-01T21:18:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gamelab.ch\/?p=2053"},"modified":"2011-03-01T22:18:51","modified_gmt":"2011-03-01T21:18:51","slug":"die-neue-game-kategorie-kaugummi-oder-wegwerf-games","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=2053","title":{"rendered":"Die neue Game-Kategorie: Kaugummi- oder Wegwerf-Games"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2011-03-01-um-21.49.06.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2061\" title=\"Bildschirmfoto 2011-03-01 um 21.49.06\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2011-03-01-um-21.49.06-300x164.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"164\" \/><\/a>Innert k\u00fcrzester Zeit (3 oder gar 4 Jahre?) haben sich die Wegwerfspiele oder anders gesagt die Kleinstpreisspiele wie CutnRobe, Angry Birds (und wie sie alle noch heissen werden) \u00a0durchgesetzt. F\u00fcr manch ein Flashgame war die iPhone-Version die einzige M\u00f6glichkeit sich zu amortisieren.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nVor allem der Appstoremarktplatz von Apple oder Android hat diesen (Kaugummi-)Spielen auf rechenstarkten Devices wie iPodTouch, iPhone oder Galaxy trotz der enormen Hardware-Preise (vgl. NDS, PSP) zum Durchbruch verholfen. Dabei war Einkaufen (Zahlungsabwicklung via iTunesStore), wie auch die Installation noch nie einfacher. Das &#8222;Ich-installier-mir-mal-schnell-ein-Game&#8220; hat das jahrelang gepflegte &#8222;Installationen-ist-etwas-f\u00fcr-Nerds&#8220;-Paradigma abgel\u00f6st und so wird denn auch gekauft, installiert und gespielt quer durch die Gesellschaft. Das Spiel ist dabei buchst\u00e4blich auf der Strasse angekommen, an den einzelnen Ecken, an den Tramhaltestellen, in den Restaurants und letztlich auch wiederum zu Hause.<br \/>\n<strong>Spiele auf der Strasse und in der Alltagskultur wie der Kaugummi<\/strong><br \/>\nDiese Games, die langsam die PSP und Nintendo DS in die Ecke &#8222;Oldschool Spielerdevices&#8220; zu verdr\u00e4ngen beginnen, kosten gerade mal soviel wie ein Kaugummi, Tee, Cafe oder wenn sie teuer sind, soviel wie ein Sandwich. Beim Clicken auf &#8222;Installieren&#8220; fragt man sich: &#8222;1.00.-? Ist nicht gerade viel. Warum nicht?&#8220; Und schon hat man es gekauft. (Smartphonegames haben die Kaufspiele in einen Bereich gebracht indem selbst die Sharewarespiele der 90er Jahre nie waren). Man erwartet dann auch nicht besonders viel und bekommt dann doch mehr geliefert. Nicht mehr alles ist dabei nur CasualGaming. Immer \u00f6fter finden sich ausgewachsene Spiele mit einer enormen Spieltiefe f\u00fcr 1.10 Fr. Die Kaugummispiele haben sich noch st\u00e4rker als die SocialMedia-Games (gespielt am Arbeitsplatz und zu Hause) in den Alltag eingegraben. Sie erben von den fr\u00fcheren Arcadespiele den schnellen Einstieg ins Game, von den \u00e4lteren SocialMedia-Games den einfachen und schnellen Konsum und sie sind \u00a0dar\u00fcber hinaus (immer optional) auf das Spielen in den Wartezeiten, den unbesetzten Zeiten unseres Lebens spezialisiert. Das heisst, wir spielen sie auf dem Weg zur Arbeit, in die Freizeit etc. Wir f\u00fcllen mit ihnen &#8211; wie mit den social Games &#8211; die letzten freien Minuten und geben diesem &#8222;Zwischenraum&#8220; auch noch einen spielerischen Sinn.<br \/>\n<strong>Beim Einkaufen darf wieder experimentiert werden<\/strong><br \/>\nDie Kaugummigames erf\u00fcllen auch noch einen weiteren &#8211; leider fast schon verschollen Aspekt von Games &#8211; das Experiment. Nicht nur bei Grafiken, Stilen, Musik und Gamemechanismen wird von Zeit zu Zeit experimentiert, dar\u00fcber hinaus wird auch bei der Auswahl der Spiele am \u00a0Kramtisch der App-Game-Stores einfach mal das eine oder andere ausprobiert. Das Experiment kostet ja auch nicht so viel. Oft sagt man sich als K\u00e4ufer: &#8222;Lass uns das mal schnell ausprobieren. Das Spiel muss ja auch nicht ewig Spass machen.&#8220; Die Spiele sind dabei nur einen Klick entfernt.<br \/>\n<strong>Der andere Pool: die PC und Konsolengames<\/strong><br \/>\nDagegen posititioniert sich das Hochpreissegement. Hier finden sich die Spiele, die Stunden Besch\u00e4ftigung verlangen. Die nach soviel Seriosit\u00e4t verlangen, als seien sie Kinder mit einem Defizit an Aufmerksamkeit. Der Preis kann so dann auch schnell \u00fcber 100.- Fr steigen, sei es im Retail- oder \u00fcber elektronische Kan\u00e4le wie Steam. Man muss dabei allerdings in Kauf nehmen, dass die grossen Spiele \u00a0bis zu einer Stunde \u00a0installiert werden m\u00fcssen und viel Platz auf der immer \u00fcberf\u00fcllten Harddisk belegen. Einzig die Wii spielt bei den Ladezeiten noch das alte Konsolengame: Einlegen-und-Losspielen. Von schnellem Konsum wie Unabh\u00e4ngigkeit vom Ort \u00a0kann hier also meist \u00fcberhaupt keine Rede mehr sein. Billiger kommt man nur bei Indiekan\u00e4len auf Konsolen oder im Indiespielenberreich weg, meist vertrieben \u00fcber elektronische Kan\u00e4le weg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innert k\u00fcrzester Zeit (3 oder gar 4 Jahre?) haben sich die Wegwerfspiele oder anders gesagt die Kleinstpreisspiele wie CutnRobe, Angry Birds (und wie sie alle noch heissen werden) \u00a0durchgesetzt. 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