{"id":270,"date":"2017-12-02T10:47:45","date_gmt":"2017-12-02T10:47:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gamelab.ch\/?p=270"},"modified":"2017-12-02T12:10:12","modified_gmt":"2017-12-02T12:10:12","slug":"der-schweizer-film-wie-die-meisten-spiele-weltweit-kein-dahinter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=270","title":{"rendered":"Der Schweizer Film wie die meisten Spiele weltweit &#8211; ein metaloses Regelset"},"content":{"rendered":"<p>Stahlberger, der Mann\/die Band aus der Ostschweiz bringt im Lied &#8222;Schwizer Film&#8220; die Ern\u00fcchterung (oder so kann man es zumindest lesen) \u00fcber den Schweizer Film zum Ausdruck. Der Punkt dabei &#8211; die Figuren und der Film machen, was sie sagen, die Kamera filmt sie unhinterfragt dazu: Die Lieblingsfarbe bleibt die Lieblingsfarbe, eine Figur sagt, das sie ins Bett geht und sie geht ins Bett.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Stahlberger - Schwizer Film\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/mbBViAM3vRI?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Es gibt keine hidden Agenda, kein Mehr, kein versteckter Konflikt, kein Auseinanderdriften von Bildsprache und dem Dahinter, kein Erz\u00e4hlen des Mediums und des Erz\u00e4hlers \u00fcber das Erz\u00e4hlte, keinen anderen Blick als die (visuell) offensichtlich erz\u00e4hlte Geschichte.<\/p>\n<p>Nicht dass der Schweizer Film damit alleine dastehen w\u00fcrde, Hollywood ist bald auch auf dem Niveau des Schweizer Films. Peinlich dabei: Es ist auch keine neue Sachlichkeit die &#8218;drauf h\u00e4lt&#8216;, kein Realismus der unertr\u00e4glich wirkt, es ist die Oberfl\u00e4che, die gleich ist wie das vermeintliche Dahinter. Die Displays werden einheitlich verwendet: Audio ist visuell abgebildet und dies wiederum in den Erz\u00e4hlmechaniken. Es ist eine Welt ohne Meta ohne dahinter, ein Sinnsystem f\u00fcr den einen einfachen konsumierbaren Sinn.<\/p>\n<p>Es gibt darin keine Trag\u00f6die, ausser dass das die Trag\u00f6die ist. \u00dcbertr\u00e4gt man diese \u00a0Analyse \u00fcber den Schweizer Film auf die Gamebranche, so stellt man fest: Hier ist es seit Jahren genauso. Die meisten Spiele schalten ebenfalls die Gamemechanik des Spiels gleich zum Visuellen, Auditiven. Es geht dabei um eine m\u00f6glichst hohe Immersion oder anders gesagt ein m\u00f6glichst syn\u00e4sthetisches Erlebnis. Eine Gamemechanik muss erlebbar und verstehbar werden &#8211; so der erste Ansatz. Es gibt auch hier kein dazwischen, kein anderes, kein Mehr, keine Interpretationsebe.<\/p>\n<p>Es ist an der Zeit, dass Spiele anfangen, \u00fcber sich selbst herzufallen und die Perspektive der Macher und ihre Message \u00fcber doppelte subversive Spielmechaniken zu hinterlegen. \u00a0 Seien es direkt Mechaniken oder eben visuelle\/auditiven Mechaniken (Eigene Kameramechaniken etc.), wie sie der interessantere Film verwendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stahlberger, der Mann\/die Band aus der Ostschweiz bringt im Lied &#8222;Schwizer Film&#8220; die Ern\u00fcchterung (oder so kann man es zumindest lesen) \u00fcber den Schweizer Film zum Ausdruck. 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