{"id":3871,"date":"2012-03-11T11:59:14","date_gmt":"2012-03-11T10:59:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gamelab.ch\/?p=3871"},"modified":"2012-03-11T11:59:14","modified_gmt":"2012-03-11T10:59:14","slug":"playtime-die-kultur-gameausstellung-im-maison-d-ailleurs-in-yverdon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=3871","title":{"rendered":"playtime &#8211; die Kultur-Gameausstellung im Maison d Ailleurs in Yverdon"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2012-03-11-um-10.17.161.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3893\" title=\"Bildschirmfoto 2012-03-11 um 10.17.16\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2012-03-11-um-10.17.161-278x300.png\" alt=\"\" width=\"278\" height=\"300\" \/><\/a>Nun ist sie er\u00f6ffnet die Ausstellung\u00a0<strong>playtime<\/strong> im Maison d&#8217;Ailleurs (Museum of Science \u00a0Fiction, Utopia and Extraordinary Journeys) in Yverdon (10. M\u00e4rz bis 9. Dezember 2012) des Programms <a href=\"http:\/\/www.gameculture.ch\/\" target=\"_blank\">Gameculture der ProHelvetia<\/a>. Es ist eine der ersten und gr\u00f6ssten\u00a0Ausstellungen zum Thema (aktuelle) Games und ihre Kultur in der Schweiz.<br \/>\nUnd um es vorweg zu nehmen: Es sind viele Ausstellungst\u00fccke spiel-, einseh- und ber\u00fchrbar, die noch nie in der Schweiz gezeigt wurden (vorallem die Spiele, die aus dem Kunstkontext kommen) und die nun einem breiten Publikum zug\u00e4nglich sind.<!--more--><br \/>\n<strong>Index<\/strong><br \/>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2012-03-11-um-10.17.46.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3890\" title=\"Bildschirmfoto 2012-03-11 um 10.17.46\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2012-03-11-um-10.17.46-289x300.png\" alt=\"\" width=\"289\" height=\"300\" \/><\/a><\/strong><br \/>\n&#8222;Geordnet&#8220; sind die vielen Game-Fundst\u00fccke nach einigen Themen wie &#8222;Rules of Play \/ The Game of Life \/\u00a0Game Geographies and PlayNations \/\u00a0Bodies and Minds\u00a0\/ Assault on Reality \/\u00a0Archeology of Fun&#8220;. Leider fehlen im Raum Beschreibungen zu den Spielen und Ph\u00e4nomenen, so das manches (falls man keine Beschreibung beim Eingang sich ergattert) unverst\u00e4ndlich sein werden. Hier muss die Ausstellung dringend auf den Stand von 2012\u00a0upgedated \u00a0werden, sonst bleibt das Ganze mehr eine &#8222;Ach-sieh-mal-da-Ausstellung&#8220; als (l\u00e4ngerfristige) Auseinandersetzung mit dem Thema Gamekultur.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2012-03-11-um-10.17.29.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3895\" title=\"Bildschirmfoto 2012-03-11 um 10.17.29\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2012-03-11-um-10.17.29-298x300.png\" alt=\"\" width=\"298\" height=\"300\" \/><\/a><br \/>\nGezeigt werden diverse Spiele und kulturelle Ph\u00e4nomene angefangen von der Entwicklung der Games spielerisch (verschiedene Games seit 1990) \u00fcber die Entwicklung der Kontroller (NES, Wii etc), \u00a0gefilmte spielende Kindergesichter, GameArt-Spiele (spielbar) \u00fcber konkrete Augmented Reality Games (als Dokumentation) \u00fcber Auseinandersetzungen mit Gamekultur wie Aram Bartholls Dust (der gerne den millionfach gespielten Level aus COUNTERSTRIKE konkret bauen w\u00fcrde) bis hin zu Begleiterscheinungen wie Goldfarming.<br \/>\n<strong>Massenmediale Gamekultur<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3907 alignnone\" title=\"Bildschirmfoto 2012-03-11 um 11.39.23\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2012-03-11-um-11.39.23-225x300.png\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/>Die Ausstellung setzt leider gerade bei seinen Austellungst\u00fccken in der Zeit ein, in der das Ph\u00e4nomen Computerspiel ein weltweites geworden ist (und finanziell und kulturell hochgewertet wurde) , das heisst 2008\/2009\/2010+. Man schreibt damit (bewusst oder unbewusst) am gesellschaftlichen Mythos fort, dass es davor weder Kunst noch eine Massen-Gamekultur gab. Der Zuschauer bekommt den Eindruck: &#8222;WOW, das ist neu!&#8220;. Was f\u00fcr die uninformierte Mehrheit der Gesellschaft durchaus zutrifft (wie auf das Internet um 2000) &#8211; sie wollte es davor einfach gar nicht wissen. Diese Tendenz ist nat\u00fcrlich nicht neu, sondern geh\u00f6rt zum Konzept, wie Games verwaltet, kommerzialisiert und letztlich auch (neu) in den letzten Jahren kultiviert werden. Vor lauter Begeisterung f\u00fcr das Ph\u00e4nomen vergisst man dabei wieder wie die Gamekultur heute sozialisiert ist und eingebaut wird in Sozialisierung (Ausbildung) und auch Kontrolle der Gesellschaft.<br \/>\n<strong>Das Highlight am Apero: Mobiles Kino<\/strong><br \/>\nWie komplex das Ph\u00e4nomen Gamekultur ist und wie lange und wie man sich damit schon auseinandersetzt, zeigte die Kunstgruppe <a href=\" http:\/\/www.mobileskino.ch\/arcade.html\" target=\"_blank\">mobileskino.ch<\/a> aus Basel beim Apero der Ausstellung mit ihren Super-V8-Automaten(leider nicht in der Ausstellung vertreten). Sie entwickeln seit Jahren Spielumsetzungen, die statt mit programmierbarer Elektronik mit Super-V8-Filmen und Projektoren funktionieren. So sind die Levels sowie die Gamemechanik etwa auf einen Film gemalt und funktionieren damit radikal anders als heutige Spiele oder man verbrennt beim Schiessen (indem der Film stillsteht) Szenen aus einem Film auf dem Spielfirmen abgebildet sind. Die Kunstgruppe wirft damit die Frage nach dem Rahmen unserer Gamekultur auf und wird dabei selbst zur Gamekultur und zur Hinterfragung derselben: \u00a0Was sind die Bedingungen f\u00fcr diese gamifizierte Welt und wie arbeiten diese Maschinchen called Computergames in einem anderen Medium unter anderen Bedingungen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3910\" title=\"Bildschirmfoto 2012-03-11 um 10.39.51\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2012-03-11-um-10.39.51-225x300.png\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><br \/>\nIn diesem Sinn:<br \/>\nGamekultur und vorallem Gamekunst haben eine mindestens 25 j\u00e4hrige Kulturgeschichte und diese Kulturgeschichte der Kunst mit Computerspielen (etwa GameArt) geh\u00f6rt zur Komplexit\u00e4t und zum Ph\u00e4nomen der Spielkunst. Diese Komplexit\u00e4t ist man dem Ph\u00e4nomen schuldig und wird leider allzu oft unter den massenmedialen Teppich gekehrt, weil es dem Zeitgeist besser entspricht.<br \/>\nZur Ausstellung: <a href=\"http:\/\/playtime.ailleurs.ch\/en \" target=\"_blank\">http:\/\/playtime.ailleurs.ch\/en &gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ist sie er\u00f6ffnet die Ausstellung\u00a0playtime im Maison d&#8217;Ailleurs (Museum of Science \u00a0Fiction, Utopia and Extraordinary Journeys) in Yverdon (10. M\u00e4rz bis 9. Dezember 2012) des Programms Gameculture der ProHelvetia. 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