{"id":4463,"date":"2012-08-02T13:43:17","date_gmt":"2012-08-02T12:43:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gamelab.ch\/?p=4463"},"modified":"2012-08-02T13:43:17","modified_gmt":"2012-08-02T12:43:17","slug":"playpublic-in-berlin-das-spiel-wieder-auf-die-strasse-bringen-9-12-august","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=4463","title":{"rendered":"playpublic in Berlin &#8211; das Spiel wieder auf die Strasse bringen! (9.-12. August)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2012-08-02-um-14.17.03.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4462\" title=\"Bildschirmfoto 2012-08-02 um 14.17.03\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2012-08-02-um-14.17.03-300x257.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"257\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"_mcePaste\">Man kann StreetGames m\u00f6gen oder nicht &#8211; man kann diesen Spielen nachsagen:<em> &#8222;Mit Kreide und B\u00e4ndern &#8211; ihh .. so physisch. Das spielt man doch schon so seit Jahrhunderten auf der Strasse&#8220;<\/em>.\u00a0Das stimmt alles. Dies best\u00e4tigt aber gleichzeitig auch, dass StreetGames seit Jahrhunderten Teil unserer Kultur sind\/waren und leider allzu oft verdr\u00e4ngt und in die Kinderecke verbannt wurden. Aber dennoch entwickelt sich dieses Genre weiter, nimmt Anleihen aus dem Realen, spielt mit den realen Pl\u00e4tzen und bringt Dinge aus dem elektronischen Gamesbereich wieder auf die Strasse. Dabei sind die Spiele Teil des \u00d6ffentlichen (und nicht verdr\u00e4ngt in die dunklen Zimmer und eingesperrt in Displays und Devices).<\/div>\n<div><strong><br \/>\nF\u00fcr Gamedesigner besonders interessant: Regeln sind reales Handeln etwa Laufen<\/strong><\/div>\n<div><strong><br \/>\n<\/strong><\/div>\n<div>Und anders als bei den Computespielen kan man sehen, wie sich Regeln auswirken, wie Regelen real zur\u00fcckgelegter Raum ist, wie Games entstehen, die den Menschen als &#8222;Mitspieler&#8220; als Teil des Prozesses ernst nehmen und ihn nicht nur als &#8222;Dr\u00fcck Links-Rechts&#8220;-Entscheider einbeziehen. Das Spiel ist dabei immer auch ein Spiel in Public. Und diese \u00d6ffentlichkeit verschiebt den Bereich des Spiels immer weiter, f\u00fchrt zu Irritationen, Interessenkonflikten zwischen der Umgebung und dem Spielsystem. Die Umgebung muss mitgedacht werden (im Designprozess) und beim Spielen. StreetGame besetzt wie Theater einen Raum und das Spiel macht mehr daraus funktioniert ihn auch um.<\/div>\n<div><!--more--><\/div>\n<p><\/p>\n<div><strong>play public!<\/strong><br \/>\n<strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><\/div>\n<div>play public ist in diesem Sinn eine Drohung, das Spiel auch wieder \u00f6ffentlich zu machen. Es zur\u00fcckzubringen von seiner Abgeschlossenheit und Eingesperrtheit. Spielr\u00e4ume sollen wiederentdeckt werden. Die Stadt soll wieder ein Spielplatz sein &#8211; frei nach dem Motto von Parcour: Die Stadt ist unser Spielplatz. Wir wollen St\u00e4dte anders nutzen &#8211; Infrastruktur anders nutzen. Und so ist das Programm auch \u00f6ffentlich und breit gestreut. Da hat es vom Experiment bis zum Klassiker der StreetGames alles dabei. Organisiert wird das Ganze von der Gruppe invisible playground aus Deutschland (\u00a0<a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/?p=3797\" target=\"_blank\">http:\/\/www.gamelab.ch\/?p=3797<\/a>)<\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/playpublik.de\/de \" target=\"_blank\"><br \/>\nhttp:\/\/playpublik.de\/de<br \/>\n<\/a><\/div>\n<div><strong>and-or.ch macht Infrastruktur spielbar<br \/>\n<\/strong><\/div>\n<div>Eingeladen zu diesem Spiel auf den Strassen ist auch die GameArt Gruppe and-or.ch, macht sie das digitale Unbewusste &#8211; sprich unsere digitale Infrastruktur wie Hotspots h\u00f6r- und spielbar. Und so k\u00e4mpft man sich mit Mobile Phones bewaffnet durch die Stadt mit ihren Hotspots (wardive ),\u00a0\u00a0l\u00e4sst sich ein Gedicht generieren aus den Hotspotnamen, h\u00f6rt die verborgende ethnologische Struktur der Stadt als Dauersong. Denn jede Ecke t\u00f6nt anders, an jeder Ecke greifen dich andere Hotspots aus Usbekistan oder &#8222;Freud&#8220; an. Als Zugabe gibt es dann noch ein spezielles Public-Game, das fast schon eine Art Demonstration ist: nanorunners. Es reicht ein Beamer, ein Computer, das eingebaute WLAN und die mitgebrachten Mobile Phones oder Computer und schon kann man das Spiel der Gesellschaft spielen. nanorunners ist so einfach wie das Modell der Neoliberalen dieser Gesellschaft. \u00a0Man will zuoberst sein, nur da warten schon welche, die wollen nat\u00fcrlich nicht runter. Ist man dann erst oben, dann heisst es: Verteidigen! Der Zusatz des Spiels heisst denn auch sinnigerweise: or nanobanksters?<\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/www.and-or.ch\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.and-or.ch\/<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man kann StreetGames m\u00f6gen oder nicht &#8211; man kann diesen Spielen nachsagen: &#8222;Mit Kreide und B\u00e4ndern &#8211; ihh .. so physisch. 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