{"id":5095,"date":"2013-02-04T00:02:50","date_gmt":"2013-02-03T23:02:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gamelab.ch\/?p=5095"},"modified":"2013-02-04T00:02:50","modified_gmt":"2013-02-03T23:02:50","slug":"bruegel-the-mill-the-cross-ein-film-zu-einem-bild-von-1564-eine-gamemechanik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=5095","title":{"rendered":"Bruegel: The mill &amp; the cross  &#8211; ein Film zu einem Bild von 1564 = eine GameMechanik"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-02-03-um-22.40.48.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5094\" title=\"Bildschirmfoto 2013-02-03 um 22.40.48\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-02-03-um-22.40.48-300x215.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"215\" \/><\/a>Der Film &#8222;<a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/The_Mill_and_the_Cross\" target=\"_blank\">Bruegel: The mill &amp; the cross<\/a>&#8220; ist ein Film mit und \u00fcber das Bild &#8218;<em>The Way to Calvary&#8216;<\/em> von Bruegel 1564.<br \/>\n<strong>Temporale Verfl\u00fcssigung des Bildes<\/strong><br \/>\nDer Film verfl\u00fcssigt das feste Bild im Museum (wo der Film endet) aus komponierten Teilen implementierter Geschichten und macht es zu einem \u00a0Film mit seinen tempor\u00e4ren Bildern und FrameZuFrame-Verkn\u00fcpfungen. Verschiedene Filmlayer laufen von da an durch dieses Bild, durch das Davor (Voraussetzungen, Ahnungen)\u00a0\u00a0und das Danach des Bildes (Folgen, n\u00e4chste Momente, Erwartungen).<br \/>\n<strong>Gamemechanik Spinnennetz<\/strong><br \/>\nAuf einem Strang folgt man dem Maler Bruegel und der Konstruktion des Bildes. Dabei geht es um das Spinnennetz (verschiedene Personen spielen mit Spinnen und Spinnennetzen) als Metapher und Gamemechanik des Bildes. Der Film macht einen Regelkreislauf aus dem Bild, denen wir folgen m\u00fcssen, um in das Spiel dieses Bildes zu kommen: Die M\u00fchle des Lebens hoch oben soll vom \u00a0Zentrum=Eigentlichen ablenken (so der Maler): die Spinne in der Mitte. Darum gruppiert sich eine Welt aufgel\u00f6st in Szenen.Es ist ein (Szenen-)Tableau einer Gesellschaft &#8211; wie es Foucault treffend nannte oder \u00f6stlicher: es ist ein System.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAuf allen F\u00e4den geht es nun um die &#8222;roten&#8220; Spanier, die neu \u00fcber die Landschaft und St\u00e4dte herrschen (das heisst im wesentlichen in ihr stehen und durch sie reiten) und sich \u00fcber die (reformierten?) Menschen hermachen mit klassischem Kathalozismus bis hin zu Kreuzigungen. Ein falsches Wort, eine falsche Vorstellung und schon wird man ger\u00e4dert oder Verpr\u00fcgelt. Europa im R\u00fcckw\u00e4rtsgang.<br \/>\n<strong>\u00c4sthetik zwischen Film und Malerei<\/strong><br \/>\nDabei geht der Film \u00e4sthetisch einen gewagten Weg, er inszeniert die Szenen als Bilder\/Teile vor dem entstehenden &#8222;The Way to &#8230;&#8220;-Bild. Eine Welt beginnt sich aufzubauen um diese M\u00fchle und das Tableau wird (filmisch-)linear lebendig und verkn\u00fcpft sich immer komplexer mit sich und dem Bild. Dabei arbeitet der Film (wie unten sichtbar) mit gemaltem, retouchierten Hintergr\u00fcnden und (licht-) nachbearbeittem Hauptszenen. Der Zuschauer ist also immer (als Betrachter) im (gemalten) &#8222;Bild&#8220;. 3Dimensional vor der Staffelei einer 2 D gemalten Welt.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-02-03-um-23.20.54.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5109\" title=\"Bildschirmfoto 2013-02-03 um 23.20.54\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-02-03-um-23.20.54-300x166.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"166\" \/><\/a><br \/>\nDer (Zuschauer-)Spieler wird in dieser Welt zum Gefangenen zwischen Bild, Bildern des Films und dem Film. Der Spieler kann auslesen, welche Verkn\u00fcpfungen er eingehen will, welche Leerstellen er f\u00fcllen m\u00f6chte, wo er mitspielen m\u00f6chte. Der Film leitet ihn dabei, ist seine Kr\u00fccke an der Hand oder eben das Rad, auf das man geflochten wird (wie fast jedes Spiel).<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-02-03-um-23.21.16.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5110\" title=\"Bildschirmfoto 2013-02-03 um 23.21.16\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-02-03-um-23.21.16-300x198.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"198\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Sehen als Spielprozess<\/strong><br \/>\n&#8222;The mill &amp; the cross&#8220; ist interessant, weil er die \u00c4sthetik und das Sehen ver\u00e4ndert. Sehen wird zu einem Spielprozess. Ein neuer Blick auf das Verh\u00e4ltnis von Fiktion (hier auch gemalte Szenen) und &#8222;Echt-Szenen&#8220; wird m\u00f6glich, der \u00fcber die Einfachheit von &#8222;Herr der Ringe&#8220; weit hinausgeht und nochmals andere Frage aufwirft zum Turm in Herr der Ringe. &#8222;The mill &amp; the cross&#8220; spielt mit den MagicCircles und der Frage, wo die Fiktion beginnt, wo sie endet.<br \/>\nIn diesem Sinn beginnt mit &#8222;The mill &amp; the cross &#8230; &#8220; eine erneute Auseiandersetzung mit dem Fantastischen und deren Darstellung &#8211; das bei alten Klassikern sich anlehnt (Caligary etc), Barry Lyndon (Kubrick) &#8211; aber auf Stelzen weitergeht.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xIk-VlvK0qs\" target=\"_blank\">http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xIk-VlvK0qs<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Film &#8222;Bruegel: The mill &amp; the cross&#8220; ist ein Film mit und \u00fcber das Bild &#8218;The Way to Calvary&#8216; von Bruegel 1564. 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