{"id":5588,"date":"2013-06-27T18:01:28","date_gmt":"2013-06-27T17:01:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gamelab.ch\/?p=5588"},"modified":"2013-06-27T18:01:28","modified_gmt":"2013-06-27T17:01:28","slug":"mucha-manga-mystery-eine-ausstellung-fur-gamedesigner-im-bellerive-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=5588","title":{"rendered":"Mucha Manga Mystery &#8211; eine Ausstellung f\u00fcr GameDesigner im Bellerive Museum"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-06-27-um-15.15.21.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5587\" title=\"Bildschirmfoto 2013-06-27 um 15.15.21\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-06-27-um-15.15.21-231x300.png\" alt=\"\" width=\"231\" height=\"300\" \/><\/a>Kultur ist ein endloser Aneignungsprozess, eine Art ewige Reproduktion des &#8222;Fast-Selben&#8220;. Was und &#8222;wer&#8220; nicht reproduziert (=aktualisiert) wird, verschwindet langsam aus dem kulturellen Ged\u00e4chtnis. Das Museum Bellerive zeigt Zeichnungen, Plakate und eine Skulptur von Mucha (1860-1939) &#8211; einem der sich definierte, einen Stil herausarbeitete, der immer wieder aktualisiert wurde (Psychodelic\/Hippie Bewegung). Seine Zeichnungen schwimmen geradezu im &#8222;Stream&#8220; des visuellen Subconscious. Aus Tschechien (k.u.k) stammend liess er sich \u00a0sichtlich von der japanischen Kultur \u00a0(die sich gerade zum Westen hin ge\u00f6ffnet hatte und neben vorallem deutschen Ingenieuren sogar das deutsche Eherecht importierte) und hat dennoch seinen eigenen Stil daraus entwickelt, der heute untrennbar vom &#8222;Jugendstil&#8220; ist und der wiederum eingeflossen ist in die japanische Kultur (Manga, Games), die wiederum die deutsche Kultur zum Fetisch gemacht hat (Elfenlied).<br \/>\n<!--more--><br \/>\nMuchas Stil: Meist stehen Frauen im Zentrum, sie sind eingefasst in wallende Kleider und sie verschwimmen mit ihren Haaren zu Ornamenten im Ornament-Bilderrahmen. Dabei arbeitet Mucha gekonnt mit Herausstreichungen\/\u00dcberzeichnung von Linien, die das Ornamentale verst\u00e4rken und gleichzeitig die Figuren verflachen lassen. Hauchd\u00fcnn leben diese Figuren irgendwo in diesen meist grossfl\u00e4chigen Plakaten. Die Frauenfiguren entschwinden geradezu im Papier. Dieses Aufgel\u00f6st-Sein hat diese Art der Plakate auch so attraktiv gemacht und ist wiederum in der japanischen Kultur des Mangas zur\u00fcckgeflossen. Der Stil ist dabei im Laufe seiner Schaffens immer konsequenter ausgearbeitet worden und darum heute auch so unverkennbar.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-06-27-um-15.47.41.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5596\" title=\"Bildschirmfoto 2013-06-27 um 15.47.41\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-06-27-um-15.47.41-300x294.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"294\" \/><\/a><br \/>\nDie Qualit\u00e4t des Schwebens der Figuren ist aber auch gleichzeitig das Problem, denn welches abgehobene Frauenbild wird hier vermittelt? Was passiert, wenn menschliche Figuren zum Ornament werden, zum Entr\u00fcckten. Es gibt Momente, wo seine Figuren geradezu im Sakralen der Kirchenmalerei schwimmen, sie sich aufl\u00f6sen als Teil des Rundherum. In diesen Momenten wird klar &#8211; und die Flower Power Bewegung hat nicht von ungef\u00e4hr sich Mucha auch als Inspiration ausgesucht: Diese Frauen hauchen &#8222;Natur&#8220; in die Welt (Kittler hat diese These f\u00fcr die Dichter und Denker des 18. und 19. Jhd proklamiert). Sie sind geradezu die Natur. Mucha geht weiter und macht diese Diven zeitlos.<br \/>\nEinen Einblick ins Gehauchte und M\u00e4andernde bis hin zu Manga und FlowerPower bietet die Ausstellung &#8222;Mucha Manga Mystery&#8220; im Bellerive am See von jeweils 10-17 Uhr.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.museum-bellerive.ch\/de\/ausstellungen\/mucha-manga-mystery\/\" target=\"_blank\">www.museum-bellerive.ch\/de\/ausstellungen\/mucha-manga-mystery &gt;<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-06-27-um-15.47.51.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5599\" title=\"Bildschirmfoto 2013-06-27 um 15.47.51\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2013-06-27-um-15.47.51-148x300.png\" alt=\"\" width=\"148\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kultur ist ein endloser Aneignungsprozess, eine Art ewige Reproduktion des &#8222;Fast-Selben&#8220;. 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