{"id":6016,"date":"2014-01-22T21:26:06","date_gmt":"2014-01-22T20:26:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gamelab.ch\/?p=6016"},"modified":"2014-01-22T21:26:06","modified_gmt":"2014-01-22T20:26:06","slug":"a-field-in-england-oder-eine-film-mit-einer-feld-spielmechanik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=6016","title":{"rendered":"A FIELD IN ENGLAND oder eine Film mit einer Feld Spielmechanik"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2014-01-22-um-20.47.27.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6020\" title=\"Bildschirmfoto 2014-01-22 um 20.47.27\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2014-01-22-um-20.47.27-300x223.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" \/><\/a>Man und  frau kennt sie &#8211; die Filme mit ihren maximal 2h narrativen Gamemechaniken. In der K\u00fcrze liegt leider nicht mehr viel W\u00fcrze in letzter Zeit in Filmnarrationen &#8211; zu sehr wendet man Storytelling-Konzepte an. A FIELD IN ENGLAND macht da eher weiter beim Kultur Film setzt auf Dialoge, Simplizissimus oder etwas weniger breit: Stalker. Dabei hat A FIELD IN ENGLAND ein einfaches Setting und am Anfang ein einfaches Gameplay.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nEs ist gerade wieder mal Krieg irgendwo auf einem Schlachtfeld im ausgehenden Mittelalter. Ein paar schleichen sich (aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden) davon und finden sich auf einem Feld wieder (wo einer gesucht wird). Es handelt sich um verschiedenste Charakteren vom Bettler, Intellektuellen, Schreiber bis hin zum Krieger. Auf diesem Feld (von Personenregeln) entwickelt sich diese Geschichte, die man erz\u00e4hlen k\u00f6nnte &#8211; es geht selbstverst\u00e4ndlich um eine Suche, einen Schatz.<br \/>\n<strong>Nicht reduzierbare Lebenswelten <\/strong><br \/>\nDabei taucht die Geschichte tief ein in diese post-mittelalterliche Welt und setzt Charakteren aus dieser Zeit in die Welt. Anders als in heutigen Filmen und vor allem Spielen, die zwar im Mittelalter spielen aber besetzt sind von Individuen aus 2014 (Dabei scheinen immer alle eine Bildung aus 1990 zu haben und reden auch normalisiert). A FIELD IN ENGLAND dagegen taucht ein in ein komplexes System \u00a0einer Zeit und ihre jeweiligen Lebenswelten. Diese Lebenswelten lassen sich logischerweise nicht auf eine einzige intersubjektive Welt reduzieren (was das Konzept unserer karthesischen Welt ist &#8211; darum sprechen die Leute in den Filmen auch alle &#8218;gleich&#8216;). A FIELD IN ENGLAND taucht in die einzelnen Charakteren ein ohne eine gemeinsame Welt vorauszusetzen.<br \/>\n<strong>Foucault&#8217;s Tableau<\/strong><br \/>\nIn A FIELD IN ENGLAND erlebt man die einzelnen Perspektiven in ihrem sozialen Regelset in ihren eigenen Logiken und visuellen Erfahrungen. Macht etwa ist nicht etwas Plattes einfach Beschreibbares sondern psychisch, physisch und k\u00f6rperlich Erlebbares in einem System. Als h\u00e4tte Foucault hier mitgeschrieben wird die Welt visuell zum Experiment und ab und zu bleiben die Szenen stehen, werden zum Tableau einer untergegangen Welt.<br \/>\n<strong> Und das Gamedesign<\/strong><br \/>\nDer Film er\u00f6ffnet ein Feld (wie andere vor ihm), das im Bereich des Gamedesigns nicht existent ist. In diesem Sinn: Gamedesign hat noch einen langen Weg vor sich um am Wegesrand bei interessanten Themen und Charakteren anzukommen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cRRvzjkzu2U\" target=\"_blank\">http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cRRvzjkzu2U<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man und frau kennt sie &#8211; die Filme mit ihren maximal 2h narrativen Gamemechaniken. In der K\u00fcrze liegt leider nicht mehr viel W\u00fcrze in letzter Zeit in Filmnarrationen &#8211; zu sehr wendet man Storytelling-Konzepte an. 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