{"id":6900,"date":"2010-03-19T12:48:30","date_gmt":"2010-03-19T11:48:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gamelab.ch\/?p=375"},"modified":"2010-03-19T12:48:30","modified_gmt":"2010-03-19T11:48:30","slug":"gameindustrie-als-chance-fur-die-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=6900","title":{"rendered":"&quot;Gameindustrie&quot; als Chance f\u00fcr die Schweiz?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2010-03-21-um-12.19.24.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-377\" title=\"Bildschirmfoto 2010-03-21 um 12.19.24\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/Bildschirmfoto-2010-03-21-um-12.19.24-150x150.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>NZZ: <em>&#8222;Dabei schlummerten gerade in der Schweiz so viele M\u00f6glichkeiten. Interessant sei in dieser Hinsicht Deutschland. Dort habe man gemerkt, dass Videogames als eine der Schl\u00fcsselindustrien in der Kulturwirtschaft eine ernstzunehmende Rolle spielten und dass es im Zuge der Gewaltdebatte durchaus sinnvoll sein k\u00f6nnte, einheimische Spiele zu f\u00f6rdern, statt den Markt internationalen Importeuren zu \u00fcberlassen.&#8220;<\/em><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/digital\/game-industrie_waere_eine_chance_fuer_zuerich_1.5216140.html  \" target=\"_blank\">Zum Artikel &gt;<\/a><br \/>\nAuch in dieser Diskussion um eine m\u00f6gliche F\u00f6rderung der Gameindustrie &#8217;spielt&#8216; der alte schweizerische Reflex:<br \/>\n<em>&#8222;Lieber im Ausland kaufen und importieren, als selbst produzieren. Man weiss ja nicht, was das ist dieses &#8222;Neue&#8220; und es k\u00f6nnte &#8222;gef\u00e4hrlich&#8220; sein. Im schlimmsten Fall kann man es wieder abschieben.&#8220; <\/em><!--more-->Erschwerend \u00a0kommt hinzu, dass in der Schweiz sehr vieles &#8222;sehr ernsthaft&#8220; ist. Spiele sind deswegen eine Art &#8222;S\u00fcndenfall&#8220;. Experimente haben es in der Schweiz eher schwer. Man entwickelt sich langsam aber konstant.\u00a0Es ist deswegen auch nicht verwunderlich, dass die Experimente eher von j\u00fcngeren Personen stammen, die eben gerne mal &#8222;spielen&#8220;.<br \/>\nUm ernsthaft ins Gesch\u00e4ft zu kommen, braucht es aber auch hier mehr Kapital. Denn Games funktionieren wie der Rest der Unterhaltungsindustrie \u00fcber das System der Aufmerksamkeits\u00f6konomie. So fehlt es beim Standort Schweiz\u00a0\u2013 neben dem kulturellen Handicap \u2013 im Moment vor allem an gr\u00f6sseren Experimenten. Experimenten \u00a0die mehr als 20-70 ooo Franken zur Entwicklung des Spiels ben\u00f6tigen. Beispiele f\u00fcr eine solch mittleres Segement von Spieleproduktionen w\u00e4ren etwa Spiele f\u00fcr die elektronischen Kan\u00e4le der Xbox 360 (Arcade) oder Sony Playstation (PSN) oder f\u00fcr die Wii. In diesen Kan\u00e4len braucht es aber zus\u00e4tzlich zu den Entwicklungskosten eine Qualit\u00e4tssicherung, die sich die Plattformholder bezahlen lassen: 10 000 pro Iteration. Microsoft verlangt etwa 6-15 solcher bezahlter Qualit\u00e4tskontrollen. Als &#8222;Gegenleistung&#8220; sind dann auch die Verk\u00e4ufe durchschnittlich 20 mal h\u00f6her als beim gleichen Spiel auf der freien Windows-Plattform. Der Produzent erh\u00e4lt dabei dann auch 60-70% des Verkaufspreises direkt. Im Retailmarkt (Das was man im Interdiscount oder bei Softridge im Laden bezahlt) sind das weit weniger f\u00fcr den Produzenten zwischen 1%-10%. Hier gilt dann Masse statt Klasse.<br \/>\nIm Bereich der &#8222;seri\u00f6sen&#8220; Spiele \u2013 wie sollte es auch anders sein \u2013 sieht es anders aus. Hier wird die Verquickung von Universit\u00e4ten, Technischen Hochschulen wie der ETH, Spit\u00e4lern und Gamedesignern etc zunehmend als \u00a0Chance gesehen. Es entstehen qualitative hochwertige Spiele, die Knowhow (vermittelte Message) und Spielspass verbinden und ein spielerisches Lernen oder Erleben f\u00f6rdern. Die Sparte &#8222;Serious Games&#8220; passt dann nat\u00fcrlich auch mehr zur vermittelten &#8222;Swissness&#8220;.<br \/>\nEine unvollst\u00e4ndige Liste der Spiele, der Spieleentwickler, sowie der Ausbildungsst\u00e4tten in und aus der Schweiz findet sich <a href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/?cat=29\" target=\"_blank\">hier &gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NZZ: &#8222;Dabei schlummerten gerade in der Schweiz so viele M\u00f6glichkeiten. Interessant sei in dieser Hinsicht Deutschland. 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