{"id":7716,"date":"2021-09-27T08:57:22","date_gmt":"2021-09-27T08:57:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gamelab.ch\/?p=7716"},"modified":"2021-11-08T12:46:40","modified_gmt":"2021-11-08T12:46:40","slug":"radical-games-bestandesaufnahme-der-sieg-der-visuolgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=7716","title":{"rendered":"Radical Games? Bestandesaufnahme: Sieg der &#8222;Visuaolgen&#8220; (Updated 28. Sept.)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Motto dieses Artikels: &#8222;Das Gute an der Blog-Szene heute ist, dass die Blogs niemand mehr liest.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-1 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"966\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-27-um-08.43.12-1024x966.png\" alt=\"\" data-id=\"7724\" class=\"wp-image-7724\" srcset=\"https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-27-um-08.43.12-1024x966.png 1024w, https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-27-um-08.43.12-300x283.png 300w, https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-27-um-08.43.12-768x725.png 768w, https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-27-um-08.43.12-1536x1449.png 1536w, https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-27-um-08.43.12-2048x1932.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/hek.ch\/en\/program\/exhibitions\/radical-gaming\">https:\/\/hek.ch\/en\/program\/exhibitions\/radical-gaming<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/hek.ch\" target=\"_blank\">Haus der Elektronischen K\u00fcnste HEK<\/a> in Basel ist eines der wenigen Orten in CH, in denen elektronische Kultur\/Kunst \u00f6ffentlich und als Programm im Titel des Hauses verhandelt wird (davor war es das Plugin in Basel).  Die Konkurrenz ist dabei nicht etwa im Aufbau, was bei der gesellschaftlichen Digitalisierung ja n\u00f6tig w\u00e4re, sondern im Abbau. So musst vor einem Jahr das <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/muda.co\/zurich\/\" target=\"_blank\">MUDA<\/a> in Z\u00fcrich schliessen. Dem HEK wird das vermutlich nicht so schnell drohen, zu sehr ist in Basel das schlechte Gewissen sprich das kulturelle (Repr\u00e4sentations-)Engagement der Chemie\/Versicherungsbranche (stiftet einen Preis am HEK) und ihrer Stiftungen sicht- und sp\u00fcrbar. Von grossen Museen ganz zu schweigen, deren Auftrag dies unter anderem auch <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/?p=7111\" target=\"_blank\">w\u00e4re<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die sp\u00e4rlichen \u00f6ffentlichen Ausstellungsorte bekommen aber zunehmend Konkurrenz von Gallerien, die sich auf Medienkunst spezialisieren, etwa die Gallerie <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.roehrsboetsch.com\" target=\"_blank\">Roehrs&amp;Boetsch<\/a> in Z\u00fcrich, die es immer wieder schafft auch (Web-)Medienkunst als Galleriekunst zu etablieren. Daneben bleibt nat\u00fcrlich auch noch das Netz, in dem sich mehr abspielt und verhandelt wird als in den wenigen Gallerien. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nichts desto trotz spielen Ausstellungsr\u00e4ume eine wichtige Rolle, denn Medien etwa wie das SRF scheinen nur so in der Lage zu sein, Themen an Ausstellungen zu portraitieren und Themen nur \u00fcber Ausstellungen wahrzunehmen und zu vermitteln (Wir schreiben das Jahr 2021!). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/-\/video\/-?urn=urn:srf:video:7f5e1fe6-aeeb-44fa-9e37-85d164e107b7\">https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/-\/video\/-?urn=urn:srf:video:7f5e1fe6-aeeb-44fa-9e37-85d164e107b7<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein zweiter Beitrag findet sich hier (Wobei hier sich die Frage stellt, geht es um Serious Games (also nicht um GameArt\/Artgames als SeriousGames? dann wird es richtig kompliziert. Denn dann gibt es jenseits des Mainstreams noch sehr sehr sehr viel mehr, was diese Ausstellung nicht anspricht). Aber man h\u00f6re und lese selbst: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/kultur\/kunst\/ausstellung-radical-gaming-hier-kann-man-nichts-gewinnen-und-niemanden-besiegen\">https:\/\/www.srf.ch\/kultur\/kunst\/ausstellung-radical-gaming-hier-kann-man-nichts-gewinnen-und-niemanden-besiegen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Radical Games?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Radikale Spiele? Die Ausstellung ist letztlich ethnologisch und kunsthistorisch interessant, weil sie zeigt, wo die \u00f6ffentliche Diskussion\/Diskurs um Games und Gamekunst steht, n\u00e4mlich nirgends. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So ist allein schon der Aufh\u00e4nger symptomatisch. Sie zeigt einen weiblichen Bodybuilder Orc im Kornfeld und sieht dies &#8218;anscheinend&#8216; als Ironie. Ironie, die sich nat\u00fcrlich gut visuell vermarkten l\u00e4sst. Das zeigt sich sowohl am Plakat wie auch an der Auswahl bei SRF. Das Grafische l\u00e4sst sich verkaufen &#8211; dabei ginge es bei Games ja um weit mehr (Regeln, Interaktion, Spielmechaniken, Systeme). Ironisch ist aber dabei, dass der Mainstream seit Jahren das Genre Walking-Simulator bietet, die nichts anderes tun als das, was hier &#8218;ironisiert&#8216; wird. Also ironisch ist hier letztlich wenig (f\u00fcr Nicht-Gameinteressierte nat\u00fcrlich schon). Tragischer wird es dann, wenn eine Besucherin darauf hinweist, dass diese seltsame Mischung aus Frau und Bodybuilderin in Kalifornien &#8222;Alltag&#8220; ist. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier importiert Europa wieder einmal Stereotype aus den USA ohne sie als solche zu erkennen (den Orc erkennt man erst beim zweiten Hinsehen) und vergisst gleichzeitig, dass es Gang und G\u00e4be ist, in Spielen die M\u00f6glichkeiten des (seit 20 Jahren etablierten) Customizens der Avatare bis zum Exzess zu treiben (Was darf man in Japan, was in Europa customizen). Es ist quasi das Spiel der Spieler*innen mit ihrem vordefinierten M\u00f6glichkeitsraum. (Kein Meeting ohne Penisfiguren, die hinten rumwuseln in SecondLife damals). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Statt Narratologen, Ludologen die Sieger: Visualogen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geht man durch die Ausstellung wird schnell klar, was hier vermittelt wird: Es geht um das visuell Fassbare. Es ist fast so als h\u00e4tten am Ende weder die Narratologen(Story-Betonenden) noch die Ludologen (RegelBetonenden) gesiegt sondern die Visuellen, die &#8222;Visuaologen&#8220;. Und so erstaunt es dann auch nicht, dass wieder einmal (der Schm\u00e4h ist schon Jahrzehnte alt) ins Mikrophone gesprochen werden kann, um ein Gamewelt zu ver\u00e4ndern. Wenn diese Ausstellung etwas zeigt, dann diese Verschiebung ins rein Visuelle auch in der GameArt\/Artgames\/Autor*games. Spiele als klassische &#8222;\u00e4sthetisches&#8220; Erlebnis. Hier entdeckt eine Ausstellung so manch altes als neu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das proklamierte Neue<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber was ist nun neu hier in dieser Ausstellung ausser, dass es dargestellt wird? Ein Text im Katalog gibt dazu Auskunft. Das Neue sei, dass die fr\u00fcher GameKunst\/ArtGames mehr Welten destruiert, (Game-)Systeme gezeigt h\u00e4tten (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.upstreamgallery.nl\/news\/497\/jodi-in-video-game-art-1970-2005-at-andor-gallery-pasadena\" target=\"_blank\">Jodi<\/a> etwa) und nun komme eine neue Generation, diese lasse auch die Kunst zum &#8222;Joy&#8220; werden. Also eine Verschiebung von den Bedingungen des Mediums zum Inhalt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An der Ausstellungser\u00f6ffnung sind dann auch mit ihren Arbeiten vor allem j\u00fcngere Menschen zu sehen und als solche werden sie pr\u00e4sentiert: Eine neue Generation, ein Aufbruch, von oben bis unten sehen sie nach K\u00fcnstler*innen aus &#8211; was man sich so vorstellt.  Und diese stehen dann an der Er\u00f6ffnung auch dem durchweg \u00e4lteren Publikum und M\u00e4zeenvertretungen* gegen\u00fcber. Das Ganze wirkt fast wie eine Art Generationenkonflikt. Aber vielleicht ist das auch die Metamessage: &#8222;Seht her das versteht auch ihr als Publikum.&#8220; Ein Kniefall folgt man dieser These. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richtig witzig wird es, wenn das Haus dann die Ausstellung historisch &#8218;ironisiert&#8216;. Denn: um 2000 zeigte Studer \/ Van den Bergen eine Alplandschaft (auch in Hotel Vue des Alpes) an der Viper (eine Veranstaltung, die die Basler Szene zu tote torperdiert hat) und man konnte im Werk von S\/v dort durch fasziniert detaillierte Gegend mit Blumenweiden gehen, also einen Tick weniger Kitsch als das viel gezeigte und rezipierte &#8222;Ausstellungsgame&#8220;. Passieren konnte da auch nichts &#8211; was damals moniert wurde. Digitaler Biedermeier avant la lettre muss man heute sagen. Diese Kunst, die das HEK nun feiert und jetzt wird es ganze interessant selbst sammelt(!), ist teilweise genau da und dabei vergisst die Ausstellung auch noch all die Zeiten von SecondLife 10 Jahre sp\u00e4ter, wo es in weiten Teilen um nichts anderes ging als den WalkingSimulator (aus heutiger Sicht). Das Neue darf halt nicht so aus dem Alten kommen. Das w\u00e4re ja Geschichte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kunst \u00fcber\/mit\/in Games <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber ist das wirklich die neue Generation, die neu unterwegs ist? Oder ist die Wahrheit &#8211; nicht zugespitzt auf diese Ausstellung &#8211; eher: Es gab immer in der GameKunst\/ArtGames und Autorengames verschiedenste Richtungen? Gab es nicht immer schon die &#8222;\u00dcber&#8220;-Game-Kunst, die &#8222;Mit&#8220;-Gamekunst und die &#8222;In&#8220;-Gamekunst? Und da muss man sagen: Ja. Es gab von Anfang in den 70ern? (hier steht die Erforschung von Plato und Co noch aus)\/80ern an immer all dies. In Ausstellungen landet von Anfang an nat\u00fcrlich zuerst eher die Kunst, die sich kritisch mit Games auseinander setzte, die viel Vermittlung ben\u00f6tigte, die hinterfragte, Regelwerke auch anders erfahrbar machte, Interaktion anders hinterfragte oder die Geschlossenheit von Gamesystemen zeigte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In all diesen Kategorien ist die Ausstellung letztlich reaktion\u00e4r und nicht nur visueller Biedermeier sondern auch Kunst-Biedermeier. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber der Vorteil dieser &#8218;Neuen&#8216; ist: Sie sind verkauf- und verstehbar, sie sind unverbraucht und sie bewegen sich vermehrt im &#8222;Joy&#8220; des Mainstreams, bedienen sch\u00f6ne lustige 3D-Welten, holen das Publikum ab, wo sie sich gerade befinden im &#8222;Das-Kenne-Ich&#8220;. Blenden &#8222;Funktionalit\u00e4ten&#8220; aus &#8211; auch nicht gerade der letzte Schrei. Sie sind aber auch letztlich &#8222;sammelbar&#8220;. Was das HEK unter sammel- und anschaffbar sieht, kann man sich im Pax-Preis anschauen. Es handelt sich mehrheitlich um verkaufbare Installationskunst. Es wird noch lange gehen, bis Kunst auch rein digital sein kann ohne Installation. (NFT ist dabei keine Ausnahme, da es hier auch um analoge Eineindeutigkeit geht). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Im Weltflow<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit steht man nat\u00fcrlich nicht alleine da, sondern ist  Teil einer seit Jahren anhaltenden Bewegung, der Bewegung zum Visuellen. Die Gamekunst\/GameArt\/ArtGAmes und Autorenspiele fangen schon fr\u00fch an &#8211; vermutlich in den 70er Jahren auf Mainframes &#8211; und zogen sich weiter \u00fcber die 80er Jahre (Installationen, Homecomputer), 90er mit vielen Onlinespielen in Flash hin zu 3D und so fort. Immer auch mit dabei kritische Installationspiele.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte danach l\u00e4sst sich sehr gut anhand von Gamescenes.org (Onlineportal) ablesen. Waren die Formate offen inhaltlich (Formate, visueller Stil, Interaktivit\u00e4t, Experiment) in den Ausstellungen so verschiebt sich seit etwa 5-10 Jahren der Fokus zum Visuellen. So findet man heute fast ausschliesslich Ausstellungen, die Visuelles betonen. Die Games sind damit angekommen, wo der Mainstream ist. <br><a href=\"https:\/\/www.gamescenes.org\">https:\/\/www.gamescenes.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"646\" src=\"http:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-27-um-10.31.37-1024x646.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7728\" srcset=\"https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-27-um-10.31.37-1024x646.png 1024w, https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-27-um-10.31.37-300x189.png 300w, https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-27-um-10.31.37-768x485.png 768w, https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-27-um-10.31.37-1536x969.png 1536w, https:\/\/www.gamelab.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-27-um-10.31.37-2048x1292.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das zieht sich hin bis zur Ingame-Fotografie, die nun  erstehbar f\u00fcr alle ist. Wobei man sich nicht mal die M\u00fche nimmt, sie als Stills zu bezeichnen. Die Aneignung der Spiele hat begonnen oder anders gesagt: Die Aneignung beginnt von vorne in den klassischen verstehbaren Kategorien. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Und die Radikalit\u00e4t? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Radikalit\u00e4t ist etwas, was sich auf System und damit Werte bezieht. Nun k\u00f6nnte man sagen: Im Ausstellungsbetrieb sei die Ausstellung radikal. Allerdings ist dem nicht so, ausser man \u00fcberschriebe dabei die Geschichte der GameArt\/Kunstgames\/Artgames der letzten 30 Jahre und ihre wenigen Ausstellungen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer also &#8222;Spass&#8220; haben m\u00f6chte, hier und heute und etwas Radikales spielen m\u00f6chte, der kann sich etwa bei einem der j\u00fcngeren Veteranen\/Klassiker (2007+) der Szene frei bedienen. Molleindustria: Von Operation &#8222;Pedopriest&#8220; \u00fcber MacDonalds oder poetisch &#8222;Every day the same dream&#8220;.<br><a href=\"https:\/\/www.molleindustria.org\">https:\/\/www.molleindustria.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber vielleicht ist das dann zu wenig b\u00fcrgerliche Erbaungskunst, weil man zwar Spass hat, aber dann und wann eben irritiert wird und sein Weltsystem hinterfragen muss. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Alternative zur Ausstellung bieten sich \u00fcbrigens auch die Gamestudies an. Etwa das Projekt &#8222;Horror-Game-Politics&#8220;. Hier geht man der Frage nach, welche &#8222;radikalen&#8220; Ideen sich in klassischen Mainstream Games finden. Auch hier ist einiges radikaler als gedacht:<br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/hgp.hypotheses.org\" target=\"_blank\">https:\/\/hgp.hypotheses.org <\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wer weiss, vielleicht wird es in 20 Jahren eine Ausstellung geben, die die neuen Jungen zeigt und die dann die letzten 20 Jahren schon wieder mit demselben leicht anderen \u00fcberschrieben hat. Nat\u00fcrlich dann sch\u00f6ner, mehr Polygone, besseres Raytracing und h\u00e4rter am Wind. Der GameArt\/Artgame und Autorenszene ist es auf jeden Fall nicht zu w\u00fcnschen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klebrig sind sie diese Polygoneoberfl\u00e4chen, da blickt niemand darunter. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Motto dieses Artikels: &#8222;Das Gute an der Blog-Szene heute ist, dass die Blogs niemand mehr liest.&#8220; https:\/\/hek.ch\/en\/program\/exhibitions\/radical-gaming Das Haus der Elektronischen K\u00fcnste HEK in Basel ist eines der wenigen Orten in CH, in denen elektronische Kultur\/Kunst \u00f6ffentlich und als Programm &hellip; <a href=\"https:\/\/www.gamelab.ch\/?p=7716\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7716","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gamelab.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7716","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gamelab.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gamelab.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gamelab.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gamelab.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7716"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/www.gamelab.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7716\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7769,"href":"https:\/\/www.gamelab.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7716\/revisions\/7769"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gamelab.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7716"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gamelab.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7716"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gamelab.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7716"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}