Das Tennis Turnier – ein Aha-Effekt zur Entstehung der Gamekultur

Zufälligerweise – es lag am Weg – war ich an den Basel Open. Und habe mir da einige Tennisspiele angesehen. Am Ende sogar das Finale. Es ging um 7’500.- bei den Männern und 6’700 bei den Frauen (!). Dabei gab es einige Aha Momente: Anders als im Fernseher gibt es keinen Schiedsrichter, kein Ballpersonal wie das anscheinend noch oft in den Clubs gespielt wird. Das heisst, das Spiel war meist im SpielAdminModus – Menschen holen Bälle. Dazwischen wird gespielt. Das erlaubt dem Publikum viel zu reden. Und nicht nur über das Gesehene.

Am Spielfelderrand sitzen gepflegt die Zuschauer* und ausgeschiedenen Spieler* beim Cupli. Diese sind meist einfach riesig. Denn anscheinend ist das Spiel in Sachen Körpergrösse keineswegs fair.

Und dann fällt ein: Aha Tennis4Two war das erste digitale Spiel überhaupt. Selbstverständlich ist auch das ein digitalisiertes Spiel, aber eben keine 1:1 Digitalisierung wie etwa bei einem Quiz. T42 geht aber noch weiter, es lässt zum Beispiel einfach den Avatar/IngameSpieler* weg. Eine radikale Sache.

Also warum Tennis?

Warum nicht BasketBall? Warum nicht PingPong wie später? Lag es neben den technischen Restriktionen eventuell simple und ergreifend um das Millieu dieser Anlage damals. Lag es eventuell simple daran, dass Wissenschaft in den USA ganz lange nur von der Middle und Upperclass geshaped wurde und die ja – die spielte Tennis. Vielleicht war PingPong auch die Idee an die Masse statt zur Upperclass zu gehen.

Man vergisst immer zu leicht, dass die USA aus allen Träumen gerissen wurde, als der Sputnik um die Welt kreiste und der russisch war. Beim Blick auf die Macher* stellte die „USA“ fest, dass die alle aus der Underclass (Arbeiter* waren) kamen und nicht wie in den USA aus der Upperclass. Und ja von da an liess man auch einige der Underclass zu an Universitäten. Man weiss ja nie. Und ja das hatte selbst in Deutschland Auswirkungen in Sachen Bildung für möglichst Viele.

Dass vorallem die Upperclass Tennis spielt, scheint in der Schweiz immer noch so. Ein Durchschnitt der Schweizer Gesellschaft war eher weniger hier anzutreffen. Aber konkret müsste man mal in die Bücher schauen.

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